Die unabhängige Zeitung für Pankultur
aus dem Schweizer Steelpan Archiv
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Kurzporträt Leslie Pichery

von Werner Egger

Leslie Pichery, Staatsbürger von Trinidad & Tobago, ist ein witziger Mann. Er hatte in seiner (beruflichen) Laufbahn mehr mit Maschinenteilen und Bauprojekten zu tun als mit dem Pan. Nun hat er aber nebst seiner sonstigen Arbeit im Bureau of Standards die Aufgabe (oder den Versuch?) übernommen, sich mit der Standardisierung der Panfamilie zu befassen. Wie kam er dazu, sich beruflich mit dem Pan zu befassen? "Dass ich mich nun dieser Aufgabe zugewendet habe, kommt nicht von ungefähr", weiss er zu berichten. "Ich spiele seit meiner Kindheit Pan, bin jedes Instrument durchgegangen, habe sozusagen alle Register gespielt. Bis ich jetzt, mit 34 Jahren, meinen Platz am Sechserbass gefunden habe." Leslie Pichery hat also eine Stärke fürs Pan, so kann man wohl auch annehmen, dass ihm die Arbeit mit dem Pan im beruflichen Sinne gefällt? "Wir sind erst daran, die ganze Panstandardisierung aufzubauen. Es geht jetzt darum, dieses grosse Gebiet zu überblicken, um dann zu entscheiden, was wir standardisieren wollen."

So haben Pichery und seine Leute in der Karneval Saison 1992 jedes Pan, das sie in den Panyards auf Trinidad finden konnten, ausgemessen (!) und untersucht, welche Tonanordnung am meisten gespielt wird und von welcher Band. Nun hat das Bureau of Standards ein Glossar herausgegeben, in dem wichtige Begriffe der Panwelt verzeichnet sind. Der Sinn ist, dass sich die Panspieler auf den gleichen Begriff (z.B. Steelpan anstelle von Steeldrum) einigen können, und so die Kommunikation zwischen den verschiedenen Panszenen auf der ganzen Welt und in Trinidad selber vereinfacht wird.

Leslie Pichery hat uns versprochen einen Artikel für die nächste Panyardnummer zu schreiben, in dem er erklären wird, wo er Probleme in der Standardisierungsfrage sieht, und auch persönlich Stellung nimmt.
 

Leslie Pichery

Im Juni 1993 weilte Leslie Pichery anlässlich der PANArt Manufaktur Eröffnung in der Schweiz.

Damals informierte er ein interessiertes Publikum über den aktuellen Stand der Forschung und Wissenschaft auf dem Gebiet des Pans.

Sein Besuch hat dazu beigetragen, die Brücke Trinidad-Schweiz weiter zu festigen.

BWIA (Fluggesellschaft von Trinidad und Tobago) hatte den Besuch Leslie Picherys
in Form eines Flugtickets unterstützt.
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