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Interview mit Hansueli Wymann über die Idee, einen Kantonalen Steelbandverband zu gründen

Panyard (P): Du hast die Idee einen Verband zu gründen, der die Steelbands kantonal zusammen fasst. Welche Gründe siehst Du dafür?

Hansueli Wymann (W): Mir scheint der Zeitpunkt gekommen, um eine bessere Vertretung und eine bessere Anlaufstelle gegen aussen zu schaffen. Speziell im Kanton Bern, um an finanzielle Mittel heranzukommen. Die finanziellen Mittel sind vorhanden, sie werden z.B. gesponsort durch die SEVA und die Landeslotterie. Die kantonalen Regierungen verwalten diese Finanzen, und sie haben sie an die kantonalen Blasmusikverbände delegiert. Der Blasmusikverband im Kanton Bern will die Steelbands nicht aufnehmen, weil der Aufwand zu gross wäre (Statuten Aenderungen). Damit die Steelbands dennoch an die finanziellen Mittel gelangen könnten, sollten diese einen eigenen Verband gründen, einen kantonalen Steelbandverband. Dies würde uns auf den gleichen Level wie den des Blasmusikverbandes heben. Das würde bedeuten, wir könnten mit der Verwaltung dieses Fonds dieselben Bedingungen aushandeln wie der Blasmusikverband.

P: Wer könnte in einem solchen Verband Mitglied werden?

W: Jede Steelband sollte einen Verein mit den notwendigen Stellen wie Präsident, Sekretär und Kassier bilden. Diese Vereine wären der tragende teil und würden zusammen den Verband gründen.

P: Siehst Du noch andere Vorteile eines Verbandes, ausser an die finanziellen Mittel heranzukommen?

W: Ja. Dadurch, dass jedes Jahr eine verbandsmässige Hauptversammlung stattfindet, kommen die Mitglieder mindestens einmal im Jahr zusammen. Somit gibt es einen Gedankenaustausch, auf einer besseren Ebene als er heute stattfindet. Es wäre eine Möglichkeit, um gewisse Anlieen zu diskutieren und natürlich um die Geselligkeit zu pflegen.

P: Du weisst aber, dass die Schweizer Panszene ab und zu eine Delegiertenversammlung abhält? Das ist eine lose Verbindung, aber kein Verband. Bist Du darüber informiert?

W: Nein, das bin ich nicht. Da dies aber ein loser Verband zu sein scheint, nützt er gegen aussen nicht viel. Es erscheint mir wichtig, eine Vertretung gegen aussen zu haben, um auch an die verschiedenen Regierungen zu gelangen. Es gibt z.B. in Oesterreich häufig Unterhaltungssendungen im Fernsehen und dadurch, dass wir heute keine Kontaktadresse haben, werden wir auch nicht angefragt, ob wir an einem solchen Ort spielen möchten. Mit dem Verband gäbe es wahrscheinlich auch die Möglichkeit, Kinder einfacher von der Schule zu dispensieren.

P: Der Verband wäre also im Hintergrund eine Art Kraft, die man für verschiedene Projekte anpeilen könnte. Siehst Du dies auch gesamtschweizerisch oder wäre dies unüberblickbar mit den mehr als 100 Steelbands?

W: Man könnte natürlich einen eidgenössischen Dachverband gründen, mit allen kantonal gegliederten Bands. Es ist natürlich unsinnig, mit 200 - 200 Delegierten zu diskutieren. Vorteilhafter ist es, wenn der kantonale Verband Delegierte an den Dachverband schickt, damit die Dinge nicht ins Unermessliche steigen.

P: Könntest Du weitere Schritte zur Verwirklichung des Verbandes bekannt geben? Siehst Du schon einen konkreten Weg?

W: Der erste Schritt ist die Bildung von Vereinen, was ja nicht weiter schwierig ist und ziemlich schnell geht. Wenn 4 - 5 Vereine zusammen sind, kann schon ein Verband gegründet werden. Die weiteren Interessierten werden, sobald sie einen Verein gegründet haben, mit Handkuss aufgenommen werden, sobald sie einen Verein gegründet haben. Ein Verband lebt ja von Vereinen wie ein Verein von Mitgliedern.

P: Was willst Du als Schlusswort den Lesern mitteilen?

W: Ich wäre froh, wenn es ein Echo geben würde. Interessierte können sich schriftlich über das Panyard Sekretariat melden. So würde man Kontaktpersonen kennen lernen. Ich würde die Interessierten kontaktieren, mit Ihnen diskutieren, weitere Schritte festlegen und bekannt geben.

P: Hansueli Wymann, vielen Dank für dieses Gespräch.
 

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