Die unabhängige Zeitung für Pankultur
aus dem Schweizer Steelpan Archiv
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Das Pan zu den Kindern!

von Felix Rohner

Das Pan hat Wurzeln geschlagen
In den letzten zwei Jahrzehnten hat das Steelpan in der Schweiz grosse Verbreitung und Resonanz in der Bevölkerung gefunden. Initiative Lehrkräfte haben die Gelegenheit wahrgenommen, das neue Instrument an ihren Schulen oder in ihren Musikvereinen einzuführen. Sie sind bis heute mit Ausdauer an der Arbeit und gehen ihre eigenen Wege. Die Erfahrungen sind zum grossen Teil sehr positiv und das Interesse der Schülerschaft im Wachsen begriffen. Ob es sich um "Grassroots" handeln könnte? Um jene zähen Würzelchen, die durch den vermeintlich dicken Asphalt dringen? Das Pan im Brachland Schule? Dort, wo unsere Söhne und Töchter Pan spielen, ist es Zeit, das Pan wirklich ernst zu nehmen! Dort sind auch die Klänge zu orten, die nicht nur herkömmlichen Rahmen folgen, sondern wo der Freiraum Pan erkannt wird - als Ort der Bildung im Zusammenleben durch Musik. Musik als soziales Ereignis, das die Schule von innen heraus hebt.

Wie weiter?
Die Panbauer haben Sorgen: Ihre Stimmkunst und ihr Wissen über das Rohmaterial haben in den letzten Monaten enorme Fortschritte gemacht. Die Ausgewogenheit der Klänge, die Stabilität der Membrane und der Reichtum an eingestimmten Obertönen haben das Instrument in einen neuen Reifegrad geführt.

Wir wollen das Pan weiterhin zu den Kindern bringen, sind sie uns doch im Geiste nah. Ihnen gebührt ein Pan von hoher, ja höchster Qualität!

Lehrkräfte, die immer häufiger an unsere Werkstatttüre klopfen, wünschen sich grosse Pan Instrumentarien, damit möglichst viele ihrer SchülerInnen Pan spielen können. Doch: Wer soll denn das bezahlen?

Bis anhin haben wir aus eigenen Mitteln das Entstehen von Schulbands unterstützt. Bis zu einem gewissen Grade werden wir es weiterhin tun, schliesslich steht in unseren Firmenstatuten Unterstützung der Pankultur. Doch grosse Instrumentarien erreichen Summen, die kaum eine Schule oder ein Verein aufzubringen bereit ist. Wir sind an Grenzen gestossen.

Diese aktuelle Situation hat uns bewogen, die untenstehende (hier die Spalte rechts) Einladung an Euch zu richten. Gemeinsam kommen wir bestimmt weiter. Die Lehrkräfte in ihrem Anspruch, die Kinder auf ihrem Bildungsweg und wir Panbauer und Tuner in unseren Träumen.

Die Schule kommt jedenfalls nicht umhin, mit den neuesten Entwicklungen des Steelpans in Europa Schritt zu halten, will sie das Pan nicht wie die Orffschen Klangkörper verstauben lassen!

Mit lieben Grüssen
Felix Rohner
 

Einladung

An die Lehrkräfte am Steelpan und an solche, die sich für diese neue Dimension im Musikunterricht interessieren.

Einladung zum
1. Steelwyler Symposium


"Das Steelpan in der Schule und in traditionellen Jugend Orchestern"

Samstag, den 20. August 94
14:00-18:00 in Steelwyl,
Engehaldenstrasse 132
3012 Bern

Gespräche und Referate zu den Themen:

- Musikpädagogische Aspekte der Panarbeit

- Anschaffung und Erneuerung von Pan Instrumentarien. Wer soll das bezahlen?

- Erfahrungen mit Eigenbau Projekten

- Wie sieht ein geeignetes Schulpan Instrumentarium aus

- Ist die Zeit reif für eine Verbandsgründung (Initiative W. U. Wymann, Tambouren/ Steelband Ostermundigen)

(weitere Details nicht mehr relevant)
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